Forschungscampus
Energiewende studieren

Onepager Mobility2Grid

Die Herausforderung: Energiewende und Verkehr zusammen denken!

EUREF-Campus

Die Energiewende gestaltet sich als eine überaus komplexe gesellschaftliche Herausforderung. Der Anteil Erneuerbarer Energien (EE) an der Stromerzeugung soll laut Energiekonzept der Bundesregierung bis zum Jahr 2035 auf 60 Prozent ausgebaut werden. Bis zum Jahr 2050 ist sogar geplant, die Versorgung mit Strom, Wärme sowie den Verkehr nahezu vollständig auf Basis erneuerbarer Energiequellen zu realisieren. Trotz der erheblichen Anstrengungen in Politik, Industrie und Gesellschaft ist die Umsetzung nur langfristig möglich, weil damit wesentliche Bestandteile des bisherigen Versorgungsprinzips außer Kraft gesetzt werden, die notwendigen Geschäftsmodelle nicht tragfähig und viele technische Probleme noch nicht gelöst sind.

In der Vorphase konnte mit dem Forschungscampus Mobility2Grid (M2G) eine breit angelegte öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen zur Realisierung von Energiewende und Elektromobilität in vernetzten urbanen Arealen geschaffen werden. Insgesamt 36 Einrichtungen aus Wirtschaft und Wissenschaft sind eine Partnerschaft „auf Augenhöhe“ eingegangen und bringen erhebliche Eigenbeiträge ein, die in Summe ca. 30 Mio. € betragen. 18 Partner beantragen eine Zuwendung mit einer Fördersumme von insgesamt 2 Mio. € per anno. Als Dachorganisation des Forschungscampus wurde im Februar 2015 der gemeinnützige Verein Mobility2Grid e. V. gegründet.

"Unser Forschungscampus Mobility2Grid verbindet die Nutzung regenerativer Energien mit der Zukunft der urbanen Mobilität in einem Berliner Stadtquartier."
 

Dietmar Göhlich
Prof. Dr. Dietmar Göhlich
Vorstandsvorsitzender Mobility2Grid e.V.
Technische Universität Berlin

"Energiewende heißt, die Wirtschaft von zentraler auf dezentrale Versorgung umstellen, doch mit welchen Geschäftsmodellen? Im Forschungscampus Mobility2Grid werden sie entwickelt."

Carl Tille
Carl Tille
Stellv. Vorsitzender Mobility2Grid e.V.
Schneider Electric GmbH

Kerngedanke des Forschungscampus ist die Integration von gewerblichen und privaten elektrischen Straßenfahrzeugen in dezentrale Energienetze. Die städtische Quartiersentwicklung muss hierbei einen Beitrag zur Realisierung der Energie- und Verkehrswende liefern. Das Ziel ist mit Hilfe neuer technischer Optionen und unter Beteiligung der Zivilgesellschaft die Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis der Erneuerbaren Energien zu realisieren. Der Berliner EUREF-Campus dient dabei als Erprobungs- und Referenzquartier, um die Eckwerte einer dezentralen Versorgungswirtschaft für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu beschreiben. In sechs Themenfeldern werden sowohl neue Technologiefelder und innovative Geschäftsmodelle eröffnet als auch Akzeptanzforschung und Nachwuchsförderung betrieben. Ein Querschnittsfeld widmet sich dem Betrieb sowie der Verwertung der Ergebnisse in einer gemeinsam getragenen Unternehmung.

Die im Forschungscampus Mobility2Grid zusammengeschlossenen Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen werden dabei auch langfristig – über die hier beantragte Hauptphase hinaus – gemeinsam an den zentralen Fragen der Energiewende und an innovativen Mobilitätslösungen forschen und arbeiten.