M2G-Panel zu Sek­to­ren­kopp­lung und Ener­gie­wen­de auf dem Future Mobi­li­ty Summit

Der For­schungs­cam­pus Mobility2Grid war beim dies­jäh­ri­gen Future Mobi­li­ty Sum­mit des Tages­spie­gels Koope­ra­ti­ons­part­ner. Über das Netz­werk des For­schungs­cam­pus konn­ten Kon­tak­te zu Refe­ren­ten her­ge­stellt wer­den, zudem hat M2G ein Forum zu Sek­to­ren­kopp­lung und Ener­gie­wen­de veranstaltet. 

Prof. Dr.-Ing. Diet­mar Göh­lich, Spre­cher des For­schungs­cam­pus, hat mit sei­nen Gäs­ten dis­ku­tiert, wie Elek­tro­mo­bi­li­tät und Was­ser­stoff zur Sek­to­ren­kopp­lung bei­tra­gen kön­nen. Dabei waren: 

  • Dr. Klaus Bon­hoff | Geschäfts­füh­rer der NOW GmbH
  • Dr. Jan Stro­bel | Abtei­lungs­lei­ter Regu­lie­rung, Markt­kom­mu­ni­ka­ti­on und Mobi­li­tät beim BDEW Bun­des­ver­band der Ener­gie- und Was­ser­wirt­schaft e.V.
  • Alex­an­der Kup­fer | Pro­jekt­lei­ter in der Abtei­lung Kreis­lauf­wirt­schaft der Tech­ni­schen Ent­wick­lung bei der AUDI AG
  • Frank Chris­ti­an Hin­richs | Geschäfts­füh­rer der inno2grid GmbH

Wäh­rend Einig­keit dar­über bestand, dass es aus der For­schung schnellst­mög­lich in die Umset­zung gehen soll­te, wur­de kon­tro­vers dis­ku­tiert, ob E‑Mobilität der Vor­rang bei der För­de­rung gege­ben wer­den oder Tech­no­lo­gie­of­fen­heit herr­schen soll. Hin­sicht­lich der Elek­tro­mo­bi­li­tät wur­de intel­li­gen­tes Laden kurz­fris­tig als unver­zicht­bar gese­hen, wäh­rend Vehi­cle2­Grid-Lösun­gen eher mit­tel- bis lang­fris­tig zu sehen sind. In die­sem Bereich sind wei­te­re For­schungs­an­stren­gun­gen not­wen­dig, bevor V2G netz­dien­lich und wirt­schaft­lich ein­ge­setzt wer­den kann.

Das M2G-Panel zu Sek­to­ren­kopp­lung und Ener­gie­wen­de auf dem Future Mobi­li­ty Sum­mit 2019: Diet­mar Göh­lich (TU Ber­lin und Mobility2Grid), Alex­an­der Kup­fer (Audi), Klaus Bon­hoff (NOW), Frank Chris­ti­an Hin­richs (inno2grid), Jan Stro­bel (BDEW)

Mit über 80 Per­so­nen muss­te der Ver­an­stal­tungs­raum lan­ge vor Panel-Beginn geschlos­sen wer­den, da die Raum­ka­pa­zi­tä­ten erreicht waren. Das Publi­kum wur­de online über eine Umfra­ge und die Mög­lich­keit Fra­gen zu stel­len ein­ge­bun­den. Die Fra­ge, wel­che Tech­no­lo­gie eine gemein­sa­me Ener­gie- und Ver­kehrs­wen­de beschleu­nigt, beant­wor­te­te der über­wie­gen­de Teil der Anwe­sen­den damit, dass bat­te­rie­elek­tri­sche und Brenn­stoff­zel­len-Fahr­zeu­ge glei­cher­ma­ßen not­wen­dig sind. Ein signi­fi­kan­ter Teil des Publi­kums sprach sich dabei aber auch nur für bat­te­rie­elek­tri­sche Fahr­zeu­ge aus.

Eini­ge der Fra­gen, die aus dem Publi­kum her­aus an das Podi­um gestellt wur­den, lauteten:

  • Soll­te nicht die För­de­rung von Pro­jek­ten im Bereich Mobi­li­tät damit ver­bun­den wer­den, dass auch Öko­strom ein­ge­setzt wird, also För­der­vor­aus­set­zung sein?
  • Wel­chen finan­zi­el­len Mehr­wert bie­tet die Sek­to­ren­kopp­lung für e‑Flottenbetreiber?
  • Sehen Sie das The­ma Sek­to­ren­kopp­lung als Auf­ga­be der Ver­teil­netz­be­trei­ber, oder sehen Sie auch eine Rol­le für Energievertriebe?
  • Wie ste­hen aktu­ell die regu­la­to­ri­schen Rah­men­be­din­gun­gen bzw. wel­che müs­sen geschaf­fen wer­den, um Vehicle2Grid erfolg­reich und für Kun­den attrak­tiv zu machen?

Vie­le die­ser Fra­gen sind Kern­the­men des For­schungs­cam­pus Mobility2Grid und wir hof­fen, dass die Ver­an­stal­tung allen Betei­lig­ten eini­ge inter­es­san­te neue Erkennt­nis­se und Per­spek­ti­ven gebracht hat. 

Das M2G-Panel mit dem Ergeb­nis der Publikumsbefragung
Das Ergeb­nis der Publikumsbefragung