Bür­ger­gut­ach­ten zur öffent­li­chen Mobi­li­tät 2045

Emp­feh­lun­gen aus Ber­li­ner Pla­nungs­zel­len zur öffent­li­chen Mobi­li­tät 2045

Wie soll öffent­li­che Mobi­li­tät in Ber­li­ner Kiezen im Jahr 2045 aus­se­hen? Die­se Fra­ge lässt sich nicht allein durch tech­ni­sche Inno­va­tio­nen, Modell­rech­nun­gen oder ver­kehrs­pla­ne­ri­sche Kon­zep­te beant­wor­ten. Sie berührt grund­le­gen­de Aspek­te urba­ner Lebens­qua­li­tät, sozia­ler Gerech­tig­keit und täg­li­cher Mobi­li­täts­rou­ti­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund hat der For­schungs­cam­pus im Mai 2025 die Per­spek­ti­ven der Ber­li­ner Stadt­ge­sell­schaft in sei­ne For­schung zur zukünf­ti­gen Mobi­li­tät integriert.

Vom 23. bis 25. Mai 2025 fan­den auf dem EUREF-Cam­pus in Ber­lin-Schö­ne­berg zwei For­schungs-Pla­nungs­zel­len unter dem Titel
„Weni­ger Ver­kehr – mehr Mobi­li­tät: Die Zukunft öffent­li­cher Mobi­li­täts­an­ge­bo­te in Ber­li­ner Kiezen“ statt. Ins­ge­samt 47 zufäl­lig aus­ge­wähl­te Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner nah­men an dem Ver­fah­ren teil. Die Aus­wahl erfolg­te per Zufalls­stich­pro­be aus dem Mel­de­re­gis­ter, um ein mög­lichst brei­tes Spek­trum an All­tags­er­fah­run­gen, Lebens­la­gen und Sicht­wei­sen abzubilden.

Über­ga­be des Bür­ger­gut­ach­tens “Weni­ger Ver­kehr — Mehr Mobi­li­tät” am 9. Dezem­ber auf dem EUREF-Cam­pus in Berlin.

Pla­nungs­zel­len als eta­blier­tes Beteiligungsformat

Pla­nungs­zel­len sind ein seit Jahr­zehn­ten erprob­tes deli­be­ra­ti­ves Betei­li­gungs­for­mat, bei dem Bür­ge­rin­nen und Bür­ger als „Exper­tin­nen und Exper­ten des All­tags“ in einen struk­tu­rier­ten, mode­rier­ten Arbeits­pro­zess ein­ge­bun­den wer­den. Ziel ist es nicht, Mehr­hei­ten abzu­fra­gen, son­dern fun­dier­te, abge­wo­ge­ne Ein­schät­zun­gen zu ent­wi­ckeln. In einem klar defi­nier­ten Zeit­raum erhal­ten die Teil­neh­men­den fach­li­che Inputs, dis­ku­tie­ren unter­schied­li­che Sze­na­ri­en und ent­wi­ckel­ten die­se weiter.

Für den For­schungs­cam­pus Mobility2Grid sind Pla­nungs­zel­len ein zen­tra­les Instru­ment, um wis­sen­schaft­li­che Pro­jek­tio­nen und Sze­na­ri­en mit geleb­ten All­tags­er­fah­run­gen zu spie­geln. Sie ermög­li­chen es, tech­no­lo­gi­sche und sys­te­mi­sche Zukunfts­bil­der früh­zei­tig auf ihre gesell­schaft­li­che Trag­fä­hig­keit, Akzep­tanz und poten­zi­el­le Ziel­kon­flik­te hin zu überprüfen.

Die durch­ge­führ­ten Pla­nungs­zel­len waren dem The­men­feld Neo-Mobi­li­tät zuge­ord­net, das im For­schungs­cam­pus Sze­na­ri­en zur Mobi­li­täts- und Ener­gie­ent­wick­lung Ber­lins bis 2045 entwickelt.

Ablauf und the­ma­ti­sche Struktur

Über drei auf­ein­an­der­fol­gen­de Tage arbei­te­ten die Teil­neh­men­den in Klein­grup­pen und im Ple­num. Inhalt­lich kon­zen­trier­ten sich die Dis­kus­sio­nen auf vier zen­tra­le The­men­fel­der, die als beson­ders prä­gend für die zukünf­ti­ge Mobi­li­tät Ber­lins iden­ti­fi­ziert wurden:

  • Ver­füg­bar­keit und Zugäng­lich­keit von Mobilitätsoptionen
  • Auto­no­mes Fahren
  • Mikro­mo­bi­li­tät
  • Mobi­li­ty-as-a-Ser­vice (MaaS)

Zu Beginn erhiel­ten die Teil­neh­men­den fach­li­che Ein­ord­nun­gen von Exper­tin­nen und Exper­ten aus der For­schung. Anschlie­ßend stell­te das For­schungs­team der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin je The­men­feld zwei aus­ge­wähl­te Pro­jek­tio­nen vor, die unter­schied­li­che mög­li­che Ent­wick­lungs­pfa­de für das Jahr 2045 beschrie­ben. Die­se Pro­jek­tio­nen dien­ten als Dis­kus­si­ons­grund­la­ge und wur­den von den Teil­neh­men­den sys­te­ma­tisch ana­ly­siert, bewer­tet und weiterentwickelt.

Die inhalt­li­che Kon­zep­ti­on der Pla­nungs­zel­len erfolg­te durch meh­re­re Fach­ge­bie­te der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin, dar­un­ter das Fach­ge­biet Stra­ßen­pla­nung und Stra­ßen­be­trieb sowie die Fach­ge­bie­te Ver­kehrs­sys­tem­pla­nung und Ver­kehrs­te­le­ma­tik und Arbeitslehre/Technik und Par­ti­zi­pa­ti­on. Die neu­tra­le Mode­ra­ti­on und metho­di­sche Beglei­tung über­nahm das nexus Insti­tut für Koope­ra­ti­ons­ma­nage­ment und inter­dis­zi­pli­nä­re For­schung, das über lang­jäh­ri­ge Erfah­rung mit deli­be­ra­ti­ven Betei­li­gungs­ver­fah­ren verfügt.

Bür­ger­gut­ach­ten als Schnitt­stel­le zwi­schen For­schung, Poli­tik und Öffentlichkeit

Die in den Pla­nungs­zel­len erar­bei­te­ten Bewer­tun­gen und Emp­feh­lun­gen wur­den in einem Bür­ger­gut­ach­ten zusam­men­ge­fasst. Die­ses Gut­ach­ten wird dem For­schungs­cam­pus Mobility2Grid, der Fach­öf­fent­lich­keit sowie poli­ti­schen und admi­nis­tra­ti­ven Akteu­ren zur Ver­fü­gung gestellt. Es bil­det eine wich­ti­ge Brü­cke zwi­schen wis­sen­schaft­li­cher Sze­na­ri­en­ent­wick­lung, gesell­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve und zukünf­ti­gen Entscheidungsprozessen.

Das Bür­ger­gut­ach­ten steht hier zum Down­load bereit:

M2G_Bürgergutachten_Planungszelle_Weniger_Verkehr_mehr_Mobilität

Ein­la­dung zur Über­ga­be­ver­an­stal­tung zu den Pla­nungs­zel­len „Weni­ger Ver­kehr – mehr Mobilität“

Vom 23. bis 25. Mai 2025 fan­den auf dem EUREF-Cam­pus Ber­lin die Pla­nungs­zel­len zum The­ma „Weni­ger Ver­kehr – mehr Mobi­li­tät: Die Zukunft von öffent­li­chen Mobi­li­täts­an­ge­bo­ten in Ber­li­ner Kiezen“ statt. Fast 50 zufäl­lig aus­ge­wähl­te Ber­li­ne­rin­nen und Ber­li­ner ent­wi­ckel­ten dabei gemein­sam Ideen und Bewer­tun­gen zu künf­ti­gen Mobi­li­täts­sze­na­ri­en für das Jahr 2045. Ziel des Betei­li­gungs­for­mats war es, die wis­sen­schaft­li­chen Ansät­ze des For­schungs­cam­pus Mobility2Grid um Per­spek­ti­ven der Stadt­ge­sell­schaft zu erweitern.

Nun folgt der fei­er­li­che Abschluss:
Am Diens­tag, den 9. Dezem­ber 2025, wer­den die Ergeb­nis­se der Pla­nungs­zel­len im Rah­men einer Über­ga­be­ver­an­stal­tung auf dem EUREF-Cam­pus im nexus Insti­tut vor­ge­stellt und offi­zi­ell an das For­schungs­team über­ge­ben. Das Bür­ger­gut­ach­ten mit den Emp­feh­lun­gen der Teil­neh­men­den wird dabei erst­mals öffent­lich präsentiert.

Wir laden Sie herz­lich ein, bei die­ser beson­de­ren Ver­an­stal­tung dabei zu sein! Gemein­sam möch­ten wir einen Blick auf die span­nen­den Ergeb­nis­se wer­fen und bei einem locke­ren Aus­klang mit Ihnen dar­über ins Gespräch kom­men, wel­che Impul­se die­se für die Mobi­li­tät der Zukunft geben können.

Ort: nexus Insti­tut, EUREF-Cam­pus 15a, Ber­lin
Zeit: Diens­tag, 9. Dezem­ber 2025, 17:00–19:00 Uhr

Bit­te schrei­ben Sie zur Anmel­dung für die Über­ga­be­ver­an­stal­tung eine E‑Mail unter Anga­be Ihres Namens und ggf. Ihrer Insti­tu­ti­on an: planungszelle-berlin-mobilitaet@nexusinstitut.de

Auf­takt zur neu­en Web­i­nar­rei­he des For­schungs­cam­pus Mobility2Grid

Wir freu­en uns, mit Grid­Talks eine neue Web­i­nar­rei­he unse­res For­schungs­cam­pus Mobility2Grid zu star­ten. In den Web­i­na­ren dis­ku­tie­ren Expert:innen aktu­el­le Fra­ge­stel­lun­gen der Ener­gie- und Mobi­li­täts­wen­de — von intel­li­gen­tem Ener­gie­ma­nage­ment und neu­en Spei­cher­tech­no­lo­gien bis hin zu Kon­zep­ten für die Ein­bin­dung von Bür­gern in die Mobilitätswende.

Den Auf­takt der Rei­he bil­det am 12. Dezem­ber 2025 das Web­i­nar „Par­ti­zi­pa­ti­on und Akzep­tanz in Ener­gie und Mobi­li­tät“, das vom nexus Insti­tut, Lei­ter des Arbeits­pa­kets „Par­ti­zi­pa­ti­on und Akzep­tanz“, durch­ge­führt wird. Im Zen­trum steht die Fra­ge, wie Betei­li­gungs­pro­zes­se so gestal­tet wer­den kön­nen, dass sie Akzep­tanz schaf­fen und die Umset­zung der Ener­gie- und Mobi­li­täts­wen­de in Städ­ten tat­säch­lich voranbringen.

Das Web­i­nar ver­mit­telt einen kom­pak­ten Über­blick über die Grund­la­gen und Bedeu­tung von Par­ti­zi­pa­ti­on und Akzep­tanz, zeigt pra­xis­na­he Bei­spie­le bewähr­ter und inno­va­ti­ver Betei­li­gungs­for­ma­te und bie­tet Gele­gen­heit zur Dis­kus­si­on kon­kre­ter Fall­bei­spie­le. Teil­neh­men­de erhal­ten prak­ti­sche Anre­gun­gen, wie Betei­li­gungs­pro­zes­se in eige­nen Pro­jek­ten wir­kungs­voll gestal­tet wer­den kön­nen – von der Pla­nung bis zur Umsetzung. 

Was? Web­i­nar zum The­ma “Par­ti­zi­pa­ti­on und Akzep­tanz in Ener­gie und Mobilität”

Wann? 12.12.2025, 11:00 — 12:30

Wo? Das Web­i­nar fin­det online über Zoom statt. Bit­te regis­trie­re Dich, um den Mee­ting-Link zu erhalten. 

M2G beim dena-Ener­gie­wen­de-Kon­gress 2025

Der dena-Ener­gie­wen­de-Kon­gress 2025 zählt erneut zu den wich­tigs­ten Leit­ver­an­stal­tun­gen zur Ener­gie- und Kli­ma­po­li­tik in Deutsch­land. Im Mit­tel­punkt steht in die­sem Jahr die urba­ne Sek­to­ren­kopp­lung – mit beson­de­rem Fokus auf sta­bi­len Net­zen, Spei­cher­tech­no­lo­gien, Elek­tro­mo­bi­li­tät und der Inte­gra­ti­on erneu­er­ba­rer Ener­gien in Städ­ten und Quartieren.

M2G prä­sen­tiert: NEVER­FLAT – iNno­va­ti­ve EV-char­ging Envi­Ron­ment for Future Low-cost mAss deploy­menT. Das Hori­zon-Euro­pe geför­der­te EU-Pro­jekt NEVER­FLAT adres­siert den wach­sen­den Bedarf an zugäng­li­cher, kos­ten­güns­ti­ger und inter­ope­ra­bler bidi­rek­tio­na­ler Lade­infra­struk­tur für Elek­tro­fahr­zeu­ge, indem es kom­pak­te Hard­ware, daten­ba­sier­te Pla­nung und intel­li­gen­tes Ener­gie­ma­nage­ment unter Anwen­dung neu­es­ter Tech­no­lo­gien kombiniert.

Für M2G vertreten:

  • Prof. Dr.-Ing. Diet­mar Göh­lich (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin / Vor­stands­vor­sit­zen­der Mobility2Grid e.V.)
  • Dr. Abhis­hek Gupta (Pro­jekt­lei­ter NEVERFLAT)
  • Nina Weber (Geschäfts­füh­re­rin, Mobility2Grid)

Wir freu­en uns, mit NEVER­FLAT ein wich­ti­ges M2G-Pro­jekt auf dem dena-Ener­gie­wen­de-Kon­gress sicht­bar zu machen und gemein­sam über die Zukunft ver­netz­ter Ener­gie- und Mobi­li­täts­sys­te­me zu diskutieren.

 

M2G Sym­po­si­um Rio 2025: E‑Busse und Depots in Bra­si­li­en und Deutschland

Vom 10. bis 11. Sep­tem­ber 2025 ver­an­stal­te­ten die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Ber­lin (TU Ber­lin) und die Bun­des­uni­ver­si­tät von Rio de Janei­ro (UFRJ) ein zwei­tä­gi­ges Sym­po­si­um, das sich den Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen der Elek­tri­fi­zie­rung von Bus­sys­te­men und Fahr­zeug­de­pots widmete.

Im Mit­tel­punkt stand der Aus­tausch über tech­ni­sche, pla­ne­ri­sche und gesell­schaft­li­che Aspek­te der Umstel­lung auf elek­tri­sche Bus­flot­ten – sowohl in Bra­si­li­en als auch in Deutschland.

Mit über einem Jahr­zehnt For­schungs­er­fah­rung brach­te die TU Ber­lin Erkennt­nis­se aus dem For­schungs­cam­pus Mobility2Grid (M2G) in Ber­lin ein, dar­un­ter Pro­jek­te zur Elek­tri­fi­zie­rung der Ber­li­ner Bus­flot­te (BVG), zur auto­ma­ti­sier­ten Lade­tech­nik und zum digi­ta­len Depot­ma­nage­ment. Ein beson­de­rer Fokus lag auf der räum­li­chen Gestal­tung von Depots und Mobi­li­täts­kno­ten­punk­ten, die zuneh­mend eine zen­tra­le Rol­le in der Ener­gie- und Ver­kehrs­wen­de spielen.

Die UFRJ prä­sen­tier­te die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen bei der Ein­füh­rung von Elek­tro­bus­sen in Bra­si­li­en – ins­be­son­de­re im metro­po­li­ta­nen Raum von Rio de Janei­ro. Ziel des Sym­po­si­ums war es, pra­xis­na­he und auf die loka­len Gege­ben­hei­ten Bra­si­li­ens zuge­schnit­te­ne Lösun­gen zu dis­ku­tie­ren und damit den Grund­stein für eine lang­fris­ti­ge For­schungs­ko­ope­ra­ti­on zwi­schen bei­den Insti­tu­tio­nen zu legen.

Das Sym­po­si­um dien­te als zen­tra­le Platt­form für den Aus­tausch zwi­schen Wis­sen­schaft, Ver­wal­tung und Indus­trie. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Minis­te­ri­en, Stadt­ver­wal­tun­gen, Ent­wick­lungs­ban­ken, Fahr­zeug­her­stel­lern und Ener­gie­un­ter­neh­men nah­men teil.

Dis­ku­tiert wur­den tech­ni­sche Fra­gen der Lade­infra­struk­tur, Finan­zie­rungs­mo­del­le, sozia­le Akzep­tanz sowie die Risi­ken und Chan­cen des Transformationsprozesses.

Durch die Ver­bin­dung von tech­no­lo­gi­scher Exper­ti­se, pla­ne­ri­schem Wis­sen und gesell­schaft­li­cher Per­spek­ti­ve möch­te M2G dazu bei­tra­gen, dass Elek­tri­fi­zie­rungs­stra­te­gien künf­tig bes­ser an die räum­li­chen, öko­no­mi­schen und sozia­len Kon­tex­te bei­der Län­der ange­passt werden.

Alle ver­füg­ba­ren Prä­sen­ta­tio­nen des Sym­po­si­ums kön­nen hier her­un­ter­ge­la­den wer­den (unter “Pro­gram”).

Mobility2Grid auf der Part­Wiss 2025: Pla­nungs­zel­len als Schlüs­sel für die Mobilitätswende

Wie las­sen sich Bür­gerInnen in die Gestal­tung der Mobi­li­täts­wen­de ein­bin­den? Die­ser Fra­ge wid­me­te sich der For­schungs­cam­pus Mobility2Grid im Mai 2025 mit einer Pla­nungs­zel­le, an der 50 zufäl­lig aus­ge­wähl­te Ber­li­ne­rin­nen teil­nah­men. Im Mit­tel­punkt stan­den Dis­kus­sio­nen über die Zukunft öffent­li­cher Mobi­li­täts­an­ge­bo­te. Ziel war es, neue For­men gesell­schaft­li­cher Betei­li­gung in die stra­te­gi­sche Zukunfts­for­schung zum The­ma Ver­kehrs­wen­de einzubringen.

Die Kom­bi­na­ti­on von Sze­na­rio­tech­ni­ken und Ele­men­ten einer Pla­nungs­zel­le stell­te dabei eine inno­va­ti­ve Metho­dik dar: Bür­ge­rIn­nen und Wis­sen­schaft­le­rIn­nen ent­wi­ckel­ten gemein­sam kom­ple­xe Zukunfts­sze­na­ri­en wei­ter, deren Ergeb­nis­se nun direkt in die Mobi­li­täts­pro­jek­tio­ne­nen ein­flie­ßen, die vom For­schungs­cam­pus Mobility2Grid ent­wi­ckelt wer­den. Auf die­se Wei­se wird nicht nur die Qua­li­tät der Pro­jek­tio­nen erhöht, son­dern auch die gesell­schaft­li­che Akzep­tanz neu­er Mobi­li­täts­kon­zep­te gestärkt.

Die Ergeb­nis­se und Erfah­run­gen aus die­sem Pro­zess wird das Pro­jekt­team im Novem­ber auf der Part­Wiss-Kon­fe­renz 2025 vor­stel­len, wel­che sich all­jähr­lich mit The­men rund um die Ver­net­zung und Stär­kung von Par­ti­zi­pa­ti­on in der Wis­sen­schaft beschäf­tigt. Wis­sen­schaft­le­rIn­nen des For­schungs­cam­pus wer­den in einem Light­ning Talk ihre Erkennt­nis­se unter dem Titel „Die Rol­le von Pla­nungs­zel­len bei der Gestal­tung der Mobi­li­täts­wen­de. Erkennt­nis­se aus dem Pro­jekt Mobility2Grid am EUREF-Cam­pus Ber­lin“ präsentieren.

Wir gra­tu­lie­ren dem Team zur Auf­nah­me in das Kon­fe­renz­pro­gramm und sind gespannt auf die Dis­kus­sio­nen und Impul­se, die von die­sem Bei­trag aus­ge­hen werden.

HackY­our­Dis­trict Work­shop 2025: Open Data und Open Tools für eine kli­ma­neu­tra­le urba­ne Mobilität

In der ver­gan­ge­nen Woche durf­ten wir 35 inter­na­tio­na­le Teilnehmer*innen auf unse­rem For­schungs­cam­pus Mobility2Grid in Ber­lin (EUREF-Cam­pus) begrü­ßen. Anlass war unser jähr­li­cher HackY­our­Dis­trict-Work­shop, den wir gemein­sam mit dem Fach­ge­biet Arbeits­leh­re, Tech­nik und Par­ti­zi­pa­ti­on (ARTE) der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin sowie dem Alum­ni-Büro der TU Ber­lin orga­ni­siert haben.

Seit meh­re­ren Jah­ren zeigt die Work­shop­rei­he, wie Open Data und Open-Source-Werk­zeu­ge neue Per­spek­ti­ven für kli­ma­neu­tra­le Mobi­li­tät und nach­hal­ti­ge Stadt­ent­wick­lung eröff­nen. Die Trans­for­ma­ti­on unse­rer Mobi­li­täts- und Ener­gie­sys­te­me ist eng mit all­täg­li­chen Wegen, wirt­schaft­li­chen Struk­tu­ren und urba­nen Lebens­räu­men ver­bun­den. Offe­ne Daten und offe­ne Tools – wie etwa MAT­Sim, das wir in zahl­rei­chen inter­na­tio­na­len For­schungs­pro­jek­ten ein­set­zen – hel­fen Städ­ten, die­se Kom­ple­xi­tät sicht­bar zu machen und pas­sen­de Lösun­gen zu entwickeln

Work­shops & Pro­gramm­punk­te 2025

DIY-Sen­so­ren – Luft­qua­li­tät & Ver­kehrs­mes­sung
Unter Anlei­tung von Robert Rich­ter und Alex­an­der Wendt bau­ten die Teil­neh­men­den eige­ne PM2.5- und Ver­kehrs­zähl­sen­so­ren, die sie anschlie­ßend mit nach Hau­se nah­men, um selbst­stän­dig Daten zu sam­meln und in ihren städ­ti­schen Umge­bun­gen einzusetzen.

Open-Data-Platt­for­men und KI-Analyse
In einem Work­shop von And­res Pinil­la Pala­ci­os lern­ten die Teil­neh­men­den, wie Sen­sor­da­ten agg­re­giert, visua­li­siert, geteilt und in KI-Web­an­wen­dun­gen genutzt wer­den kön­nen – ein pra­xis­na­her Blick auf daten­ge­trie­be­ne Stadtforschung.

Mini-Hacka­thon – KI und Bar­rie­re­frei­heit im öffent­li­chen Raum
Auf­bau­end auf Ergeb­nis­sen des natio­na­len Hacka­thons in Tai­wan (orga­ni­siert von Yunt­sui (Tracey) Chang, PhD und der Natio­nal Land Manage­ment Agen­cy) ent­wi­ckel­ten die Teams Ideen für KI-basier­te Anwen­dun­gen zur Erken­nung und Besei­ti­gung von Hin­der­nis­sen im Geh­weg­be­reich – u. a. mit YOLO4.

Exkur­sio­nen & Keynotes
Besu­che bei City­LAB Ber­lin sowie Ein­bli­cke in Smart-City-Pro­jek­te am Ber­lin TXL-Are­al ver­mit­tel­ten pra­xis­na­he Per­spek­ti­ven auf digi­ta­le Stadt­ent­wick­lung, Civic Tech und Reallabore.

Bei­trä­ge der Teilnehmenden
Unter anderem:

  • Crow­ding in Public Trans­port – Amit Agarwal

  • Micro­sco­pic Trans­port Ana­ly­sis in Bra­zil – Man­oel Men­don­ca de Cas­tro Neto

  • Rein­force­ment Lear­ning zur CO₂-Reduk­ti­on an Kreu­zun­gen – Shan­ma­thi Rajkumar

  • Citi­zen Assem­bly in der Ukrai­ne für inklu­si­ve Ver­kehrs­pla­nung – Illia Tkachenko

  • AR-RAG für Smart Infor­ma­ti­on Retrie­val – Moritz Sont­hei­mer & Robin Fischer

Vie­len Dank an alle Teil­neh­men­den und Partner!

 

Mobility2Grid prä­sen­tiert sich auf der IAA MOBI­LI­TY 2025

Vom 9. bis 12. Sep­tem­ber 2025 prä­sen­tiert sich Mobility2Grid auf der IAA MOBI­LI­TY in Mün­chen, der welt­weit füh­ren­den Platt­form für Mobi­li­tät, Nach­hal­tig­keit und Tech­no­lo­gie. Als Main Exhi­bi­tor im Sum­mit-Bereich der Mes­se (Hal­le A2, Stand C30) stellt das For­schungs- und Indus­trie­ver­bund­pro­jekt sei­ne Arbeit an intel­li­gen­ten Lade­infra­struk­tu­ren und Vehic­le-to-Grid-Kon­zep­ten vor. Ziel ist es, zu zei­gen, wie Elek­tro­fahr­zeu­ge künf­tig nicht nur emis­si­ons­frei unter­wegs sein kön­nen, son­dern zugleich als fle­xi­ble Ener­gie­spei­cher zur Sta­bi­li­sie­rung der Strom­net­ze bei­tra­gen. Damit greift Mobility2Grid eines der zen­tra­len The­men der dies­jäh­ri­gen IAA auf: die enge Ver­zah­nung von Ener­gie- und Mobilitätswende.

Die Teil­nah­me an der IAA MOBI­LI­TY bie­tet Mobility2Grid die Chan­ce, sei­ne Kon­zep­te einem inter­na­tio­na­len Fach­pu­bli­kum aus Poli­tik, Indus­trie und For­schung vor­zu­stel­len und zugleich in den Aus­tausch mit rele­van­ten Part­nern zu tre­ten. Mit For­ma­ten wie Key­notes, Mas­ter­clas­ses und Dis­kus­si­ons­fo­ren im Sum­mit sowie den frei zugäng­li­chen Erleb­nis­räu­men im Open Space wird die Mes­se erneut zur Büh­ne für Inno­va­tio­nen und Trends – von Smart Char­ging über auto­no­mes Fah­ren bis hin zu urba­ner Mobi­li­tät. Vor die­sem Hin­ter­grund nutzt Mobility2Grid die Sicht­bar­keit der IAA, um den Dis­kurs über zukunfts­fä­hi­ge Ener­gie­sys­te­me vor­an­zu­trei­ben und sei­ne Rol­le als Impuls­ge­ber in der Gestal­tung nach­hal­ti­ger Mobi­li­tät zu unterstreichen.

Tickets kön­nen hier erwor­ben werden.