Energiespeicherung: Kanadische Delegation zu Besuch

Der Forschungscampus Mobility2Grid (M2G) hat am 05. März 2019 eine Delegation von Wissenschaftler*innen aus Kanada auf dem EUREF-Campus in Berlin-Schönberg empfangen. Die Wissenschaftler*innen beschäftigen sich im Rahmen der Forschungskooperation „NSERC Energy Storage Technology Network“ (NEST) mit aktuellen Fragen zur Energiespeicherung.

Der Austausch zwischen der kanadischen Forschungskooperation und dem Forschungscampus M2G wurde vom Themenfeld „Vernetzte e-Mobilität“ organisiert und mit Unterstützung des Vorstandsvorsitzenden sowie des Themenfelds „Smart Grid Infrastrukturen“ durchgeführt. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stellte Prof. Dietmar Göhlich von der Technischen Universität Berlin als Sprecher des Forschungscampus M2G das Projekt und dessen Ziele vor. Anschließend präsentierte Dr. Andreas Raab während eines Rundgangs die technischen Lösungen zur Verknüpfung von erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen auf dem EUREF-Campus. Der Rundgang endete in der ZeeMo.Base, die als Energiezentrale und Showroom die Technik und Funktionsweise des Smart Grids veranschaulicht. Darüber hinaus führte Andreas Jarfe von der GASAG Solution Plus GmbH die Gäste aus Kanada durch die EUREF-Energiewerkstatt. Dabei erklärte er bei laufendem Betrieb die Technologien für die Wärme-, Kälte- und Stromversorgung für künftige Quartierslösungen.

Wir danken Schneider Electric für die freundliche Unterstützung beim Besuch der ZeeMo.Base und GASAG Solution Plus GmbH für den anschaulichen Rundgang durch die EUREF-Energiewerkstatt.

M2G-Symposium 2019 zu Potenzialen elektrifizierter Flotten

Welche Potenziale ergeben sich aus der Flottenelektrifizierung? Diese Frage haben die Themenfelder „Bildung und Wissenstransfer“ und „Bus- und Wirtschaftsverkehr“ beim M2G-Symposium am 05. März diskutiert und zumindest in Teilen beantworten können. Hierfür hörten die knapp 70 Teilnehmer*innen zunächst Inputs aus der Praxis – von dem Flottenbetreiber BVG, dem Ladesäulen- und Flottenmanager allego, dem Energieinfrastruktur-Konzern Siemens, Netzbetreiber Stromnetz Berlin sowie inno2grid, einem Anbieter für integrierte Energie- und Mobilitätslösungen.

Nach den Inputs wurde in Kleingruppen diskutiert, welche Potenziale an den Schnittstellen von Flottenmanagement, Netzintegration und Digitalisierung vorhanden sind oder sich noch entwickeln. Die Ergebnisse wurden im Plenum vorgestellt und können hier heruntergeladen werden. Zudem wurden einige Kernthesen auf der Hauptstadtkonferenz Elektromobilität 2019 der Berliner Agentur für Elektromobilität präsentiert und vertieft.

05.03.2019: M2G-Symposium zu Potenzialen elektrifizierter Flotten

Am 05. März 2019 findet zum 4. Mal das jährliche M2G-Symposium statt. Dieses Jahr geht es in Kooperation der Themenfelder 4 und 5 um die Potenziale, die mit der Elektrifizierung von Fahrzeugflotten entstehen. In Bereichen wie Digitalisierung und Netzintegration bedeutet das nicht nur Herausforderungen, sondern auch viele neue Möglichkeiten für Flottenbetreiber etwa im Kommunal- und Wirtschaftsverkehr oder in der Logistik. Auf dem Symposium werden dazu Projekte, Ideen, Stand der Umsetzung, Best Practice und Geschäftsmodelle diskutiert.

Die Kernergebnisse werden in der Folgewoche auf der Hauptstadtkonferenz Elektromobilität der Berliner Agentur für Elektromobilität / eMO vorgestellt.

Eine Anmeldung ist ab sofort mit einer kurzen Mail an event@mobility2grid.de möglich.

Programm

09:00 Uhr Begrüßung und Einführung
09:30 Uhr Kurz-Vorträge aus der Praxis
  Dr. Daniel Hesse (BVG, Stabsstellenleiter Infrastruktur alternative Antriebe)
Berlin steigt um! Vorstellung der Elektrobusstrategie der BVG
  Gunnar Landfester (allego, Business Development Public Transport/Commercial Transport)
Auf dem Weg zu einer nutzerorientierten e-Mobilität
  Andreas Laske (Siemens Energy Management, Senior Expert E-Bus Infrastructure)
Berlin – hektisch, bald elektrisch und digital das richtige Signal
  Steffen Voth (Stromnetz Berlin, Leiter Kundenmanagement)
Voraussetzungen für die Netzintegration von E-Flotten und damit verbundene netzseitige Potenziale
  Paul Röger (inno2grid, Teamleiter Digitale Areale)
11:15 Uhr Kaffeepause
11:30 Uhr Diskussion in Kleingruppen: Welche Potenziale ergeben sich durch die Elektrifizierung an den Schnittstellen der Flotten mit Digitalisierung und Netzintegration?
12:00 Uhr Bericht aus den Kleingruppen
12:15 Uhr Diskussion im Plenum und Zusammenfassung
12:45 Uhr Mittagessen
Beim M2G-Symposium 2017

Veranstaltungsflyer mit Programm

Moderation: Dr. Birgit Böhm und Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich

Veranstaltungsort: EUREF-Campus 9, 10829 Berlin, Seminarraum 5

Anja Karliczek und Michael Müller zu Besuch bei M2G

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller haben heute den Forschungscampus Mobility2Grid auf dem Schöneberger EUREF-Campus besucht. Nach einem kurzen Campusrundgang stellte ihnen der Sprecher des Forschungscampus, Prof. Dietmar Göhlich von der Technischen Universität Berlin, das Projekt und dessen Ziele vor. Anschließend sprachen Ministerin und Regierender Bürgermeister mit verschiedenen Projektbeteiligten aus Wissenschaft und Wirtschaft darüber, wie Energiewende und Elektromobilität konkret zusammengedacht und realisiert werden können.

Raisa Popova vom Konsortialpartner DB Energie stellte an einem Demonstratortisch die Funktionsweise von einem intelligenten Stromnetz unter Einbindung von erneuerbaren Energien und Elektrofahrzeugen dar. Dr. Kristina Bognar (Schneider Electric) sprach mit den Gästen darüber, wie die Forschungsergebnisse dem Unternehmen nutzen können. Enrico Lauth (TU Berlin) und Frank-Christian Hinrichs (inno2grid) präsentieren die Umsetzung mit Elektrobussen und in Stadtquartieren, wozu zahlreiche interessierte Nachfragen von Frau Karliczek und Herrn Müller kamen. Zum Abschluss diskutierten beide mit Prof. Andreas Knie (TU Berlin und Leiter der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung) Fragen gesellschaftlicher und politischer Akzeptanz bei Energiewende und Elektromobilität.

Der Forschungscampus Mobility2Grid wird im Rahmen der Förderinitiative Forschungscampus vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Die TU Berlin ist im Projekt federführend.

Forschungscampus Mobility2Grid holt mit Audi führenden Automobilhersteller an Bord

Die AUDI AG ist neuer Projektpartner im Forschungscampus Mobility2Grid. Der Ingolstädter Autobauer erprobt innerhalb des Konsortiums „Smart Grid Infrastrukturen“ die Potentiale einer sektorübergreifenden E-Mobilität im Reallabor auf dem EUREF-Campus. Neben dem Automobilhersteller engagieren sich in der Dachorganisation Mobility2Grid e.V. führende Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus der Energiewirtschaft und dem Verkehrssektor – für eine nachhaltige Energie- und Verkehrswende.

Gemeinsam mit dem Partnerkonsortium errichtet Audi einen Batteriespeicher mit 64 kWh Gesamtkapazität im Niederspannungsnetz des Smart Grids auf dem EUREF-Campus in Berlin. Forschungsziel ist es, vorhandene Speicherkapazitäten von Elektroautos über intelligente Ladestrategien für neue Praxisanwendungen zu erschließen. Die Batterien des Speichers stammen dabei aus Erprobungsfahrzeugen des Autoherstellers. Das ökologische Power-Duo einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft: Stromspeicher im Fahrzeug, die mit weiteren dezentralen und erneuerbaren Energieanlagen intelligent interagieren.

Im Fokus des Projektes steht das synergetische Zusammenwirken der Sektoren Energie und Verkehr. Hierzu binden Experten den stationären Batteriespeicher in das Energie-Management eines Virtuellen Kraftwerks ein. Die Speicherkapazität kann so für den Kraftwerksbetrieb genutzt werden, was zugleich zur Zuverlässigkeit des Netzes beiträgt.

Was heute der stationäre Batteriespeicher leistet, könnte in Zukunft von einer Vielzahl an Fahrzeug-Batterien übernommen werden, die sich beim Parken mit dem Netz verbinden. Experten bezeichnen diese bidirektionale Anbindung als Vehicle2Grid (V2G). Ihre Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und werden nun sukzessive erschlossen, erprobt und in die Praxis überführt. Unabhängig von der konkreten Anwendung spielt die bessere Nutzung der wertvollen Batteriekapazität während der Fahrzeug-Standzeiten dabei immer die Schlüsselrolle.

Im Smart Grid auf dem EUREF-Campus bildet ein sogenannter Hardware-in-the-Loop-Simulator das Fahr-, Lade- und Entladeverhalten von Elektrofahrzeugen nach. Kernstück des Simulators sind die von Audi bereitgestellten Fahrzeugbatterien. Im Reallabor lassen sich dann diverse Daten erheben, die ausgewertet und zur Prozess-Optimierung eingesetzt werden können. Verwendung finden zum Beispiel Erkenntnisse zu den Lade- und Entladealgorithmen, zu den Auswirkungen auf den Netzbetrieb und zum Verhalten der Fahrzeugbatterien in Performance-Tests – ein entscheidender Schritt auf dem Weg in den Praxisalltag.

Die Vision der Forscher: Die Speicherfähigkeit der Batterien im Fahrzeug wird signifikant besser genutzt. Das bedeutet zugleich einen verantwortungsvolleren Umgang mit wertvollen Ressourcen, also den verwendeten Batterie-Rohstoffen und der grünen Energie, die so für den Bedarfsfall zwischengespeichert werden kann. Im besten Fall entsteht im Ergebnis ein Plus in der Ökobilanz UND in der Wirtschaftlichkeit beim Anwender.

„Die gewonnen Erkenntnisse fließen unmittelbar in die laufenden Forschungsaktivitäten ein und demonstrieren die Möglichkeit einer zukünftigen, integrierten Energieversorgung“, sagt Dr. Andreas F. Raab, Leiter des Themenfelds Smart Grid Infrastrukturen des Forschungscampus Mobility2Grid. „Für uns als Automobilhersteller bietet die Zusammenarbeit wichtige Erkenntnisse für künftige Produkte. Ein wertvoller Baustein zur Verwirklichung unserer Vision der CO2-neutralen Mobilität“, erklärt Reiner Mangold, Leiter Nachhaltige Produktentwicklung bei Audi.

Vortrag über E-Mobilität als Flexibilitätsbaustein in intelligenten Verteilnetzen

Die Umsetzung einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätsentwicklung erfordert zunehmend eine intelligente Nutzung der vorhandenen und hinzukommenden Netzinfrastrukturen. Hierzu untersucht und entwickelt Mobility2Grid auf dem EUREF-Campus in Berlin Lösungen für die Energiewende und Elektromobilität. Bei einem Vortrag beim VDE Rhein-Main e.V. am 27. November 2018 in Fulda adressiert Dr. Andreas F. Raab (Themenfeld Smart Grid Infrastrukturen) aktuelle Hürden bei der Netzintegration von  E-Mobilität. Darüber hinaus gibt er Einblick in die aktuellen Ergebnisse aus dem Forschungscampus Mobility2Grid und mögliche Lösungsansätze zur Gestaltung einer nachhaltigen Energie- und Mobilitätsentwicklung. Dabei geht er besonders auf die Nutzbarmachung erneuerbarer Energien unter Einbezug von E-Mobilität in intelligenten Verteilnetzen ein.

Die Veranstaltung ist für VDE-Mitglieder und Gäste offen, mehr Informationen gibt es hier.

M2G @ Fachtagung “Innovationspol Forschungscampus”

Am 19. und 20. September beteiligte sich Mobility2Grid an zwei Forschungscampus-übergreifenden Veranstaltungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Projektträgers Jülich:

19. September

Die neun Forschungscampi waren zu Gast beim Forschungscampus MODAL am Zuse-Institut an der FU Berlin für einen gemeinsamen Workshop zur Förderinitiative Forschungscampus. Dabei fand ein intensiver Austausch über die Nachwuchsförderung in den Forschungscampi und zwischen Wirtschaft und Wissenschaft statt. Unter anderem war Dr. Birgit Böhm als Podiumsteilnehmerin bei der Diskussion „Forschungscampus – Blick über die Forschung hinaus“ beteiligt.

20. September

An der Fachtagung „Innovationspol Forschungscampus“ nahmen zahlreiche Mobility2Grid-Mitglieder teil. M2G-Sprecher Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich erläuterte vor Tagungsbeginn im Gespräch mit dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Michael Meister Ziele und Innovationen von Mobility2Grid.

Zudem hielt Prof. Göhlich die Eingangs-Keynote zum Thema „Offene Innovationsprozesse in den Forschungscampi“. Dabei ging er auf die neue Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung ein, stellte M2G als ein Beispiel für Innovationsprozesse vor und erläuterte positive Entwicklungen wie auch Herausforderungen, vor denen der Forschungscampus während der Projektlaufzeit stand und steht. Dabei stellte er heraus, dass die Forschungscampi beim Transfer in die Anwendung Katalysatoren sein können und müssen. Weiterhin müssen in diesem Prozess Angst und Widerständen durch Offenheit und Transparenz begegnet werden.

Einen Kurzbericht zur Tagung und weitere Fotos finden Sie auf den Seiten des BMBF.

Juryvorsitzender Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Ernst Rietschel, Staatssekretär Dr. Michael Meister, Ministerialdirektor und Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich im Gespräch zum Forschungscampus Mobility2Grid.
Prof. Dr.-Ing. Dietmar Göhlich über offene Innovationsprozesse in den Forschungscampi, erläutert am Beispiel einer Busladestation, die in ein intelligentes Energienetz integriert ist.

Formate für Partizipation und Wissenstransfer im Forschungscampus Mobility2Grid

Die Verbindung von Energie- und Verkehrswende ist ein Transformationsprozess, der Wissensvermittlung und Partizipation braucht. Auf der Fachtagung „Innovationspol Forschungscampus“, die am 20.09.2018 in Berlin stattfand, wurden diese Aspekte in der Session „Partizipation und Transparenz im Forschungscampus“ thematisiert. Auf der Session stellte Dr. Birgit Böhm, Senior Researcher in Themenfeld 5 „Bildung und Wissenstransfer“ und Themenfeld 1 „Akzeptanz und Partizipation“ des Forschungscampus, in ihrem Vortrag die verschiedenen Formate für Partizipation und Wissenstransfer vor, die der Forschungscampus Mobility2Grid einsetzt, um vielfältige Zielgruppen durch Weiterbildungs- und Partizipationsangebote zu erreichen.

Ein Kurzbericht zur Tagung und Fotos finden sich auf den Seiten des BMBF.

Weiterbildungen für die Energie- und Mobilitätswende

Seit April 2017 werden im Themenfeld 5 „Bildung und Wissenstransfer“ erfolgreich Weiterbildungen im Bereich der Energie- und Mobilitätswende auf dem EUREF-Campus durchgeführt. Teilnehmer verschiedener Unternehmen, Verbände und Bildungseinrichtungen haben sich bereits in ein- bis zweitägigen Veranstaltungen weitergebildet.

Die sechs bestehenden Weiterbildungsmodule (Mobility2Grid Basics, Erneuerbare Energien & Smart Grids, Batteriesysteme, Elektrofahrzeuge, Energie- und Ladeinfrastruktur und Innovative Geschäftsmodelle) vermitteln sowohl theoretisches als auch praktisches Wissen über die Verbindung von Energie- und Mobilitätswende unter Integration technischer, ökologischer und ökonomischer Aspekte. Neben theoretischen Inputs werden eine Campusführung, praktische Montageübungen und ein Besuch der zeemoBase – ein Show Room des campuseigenen Micro Smart Grids – angeboten.

Mobility2Grid-Memory auf der Langen Nacht der Wissenschaften 2018

Mit einem Angebot für Kinder und Jugendliche hat sich Themenfeld 5 „Bildung und Wissenstransfer“ auch 2018 an der Langen Nacht der Wissenschaften beteiligt. Das „Forschungscampus Mobility2Grid Memory“ war im „Haus des Lernens“ der TU Berlin am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre platziert. Passgenau für die Zielgruppe vermittelt das bereits zum dritten Mal auf der Langen Nacht der Wissenschaften durchgeführte Angebot Wissen über die Verbindung von Erneuerbaren Energien und Elektromobilität und den Forschungscampus Mobility2Grid. Spielerisch wird dann dazu eingeladen, das erworbene Wissen mit einem Memory zu testen, das als Mitnehm-Mini-Memory zuhause weiter gespielt werden kann. Auch in diesem Jahr haben viele junge Besucherinnen und Besucher das Angebot genutzt.